„Vanessa Bell

Eine Biografie der Schwester von Virginia Woolf“

Die in England populäre, hier allerdings im Schatten ihrer jüngeren Schwester, der Schriftstellerin Virginia Woolf, stehende brittische Malerin und Designerin Vanessa Bell ist am 30.5.1879 in London geboren und am 7.4.1961 in Charleston, Sussex gestorben. Die von ihr mitbegründete Bloomsbury Group versammelte wichtigste Vertreter der damaligen Kunst-, Intellektuellen- und Wissenschaftsszene Englands und hatte großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung.

Die Abkehr von allen elterlichen und bürgerlichen Zwängen manifestierte sich für Vanessa Bell nach dem Tod ihres Vaters (1904) besonders in den relativ  unkonventionellen Beziehungen zu unterschiedlichen Mitgliedern der Bloomsbury Group: 1907 heiratete sie den Kunstkritiker Clive Bell, mit dem sie zwei Kinder hatte und dem sie trotz gescheiterter Ehe immer verbundenen blieb. Ihr späterer Lebensgefährte, mit dem sie auch das gemeinsame Landhaus Charlston zu einem Kunstwerk verwandelte, Duncan Grant, wurde der Vater ihrer Tochter Alexandra, welche später dessen ehemaligen Liebhaber David Garnett heiratete.

Künstlerisch ließ sie sich vor allem von Matisse inspirieren und hatte in den zwanziger Jahren ihre größten Erfolge. Ihre Werke sind von Sinnligkeit und Monumentalität geprägt. Ihr Interesse für Design zeigt sich heute besonders in den Buchumschlägen der Werke ihrer Schwester Virginia Woolf.

Frances Spaldings Biografie erschien erstmals 1983 in englischer Sprache. Sie ist brittische Kunshistorikerin, Kritikerin und Biographin. Sie Lehrt Kunstgeschicht an der University of Nottingham.

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